Schläfst Du noch, oder lebst Du schon?

 

Der Großteil der Menschheit ist stetig damit beschäftig, falschen Idealen zu entsprechen und ihr Leben für Andere auszurichten. Ich gebe offen zu, auch ich war so und bin es zeitweise heute noch. 

Als Kind wurden einem permanent Glaubenssätze aufgezwungen, wie man zu sein hat, was man sagen darf, wie man sich richtig benimmt etc. !

Jeder von uns wurde mit solchen Glaubenssätzen großgezogen. Die einen mehr, die anderen weniger. 

Da ich aber von Natur aus schon immer alles hinterfragt habe und auch schon immer ein sehr rebellisches, freches Mädel war, stellte ich mir ziemlich früh schon die Frage, wer diese ganzen Dinge eigentlich für die Menschheit entschieden hat. 

Wer hat bitte entschieden was schön ist? Liegt Schönheit nicht im Auge des Betrachters?

Wer hat entschieden was gutes Benehmen ist und was nicht? Und inwiefern ist das wichtig?

Wer hat entschieden wie viel Geld man auf dem Konto haben muss um als reich zu gelten?

Wer bestimmt wie wir unsere Kinder zu erziehen haben?

Was ist wenn normal nicht normal ist und was ist überhaupt normal?

 

So viele Fragen und kaum einer beschäftigt sich mit ihnen. 

Ist das jetzt ein Fluch oder ein Segen, darüber nachdenken zu müssen?

 

Wenn man geboren wird, sind all diese Dinge völlig unwichtig. Ein Baby braucht nur Liebe, Nahrung, ein Bettchen und frische Windeln. Es möchte einfach nur leben und gedeihen.

Leider geht das ganze Dilemma ja schon bei der Geburt los. Kaum geschlüpft, gibt's erstmal Prügel damit man lauthals seine Ankunft auf diesem Planeten kundtun kann. Als Nächstes folgt eine Ganzkörperreinigung, diverse Untersuchungen und Tests bis man dann endlich in Mamas Armen liegen darf. In den nächsten Tagen macht man immer wieder die Erfahrung von quälenden Hunger, die Buxe ist voll und somit nass und ungemütlich, zur Beruhigung bekommt man einen Schnuller in den Mund gestopft, der uns vorgaukelt gefüttert zu werden. Das war dann schon die erste ernüchternde Enttäuschung die so ein kleiner Erdfrischling erlebt. 

Die darauf folgenden ersten Lebensjahre sind geprägt von Regeln lernen, obwohl man da eigentlich noch viel zu sehr mit den Grundsätzen wie Laufen lernen, sprechen lernen usw. beschäftigt ist. 

Man wird auch ständig völlig wirr im Kopf gemacht, weil jeder einem seine Glaubenssätze eintrichtern will. Die Mama sagt so, der Papa so, die Oma und der Opa sind aber anderer Meinung. Zurück bleibt das erste große Problem, es allen Recht machen zu wollen. Also passt man sich an. Und das wohl gemerkt schon als Kleinkind. 

Im Kindergarten geht es dann fröhlich weiter mit der Gehirnwäsche, die in der Schule dann ihren Höhepunkt an Absurditäten erreicht.

Jeder trichtert dir eine gewissen Etikette ein, die du gefälligst zu befolgen hast. Und schwupps wird aus einer vorher völlig natürlichen Sache ein riesen Problem gemacht. 

Zum Beispiel das Bäuerchen machen! Bei einem Baby ist es völlig natürlich und notwendig, als Erwachsener bist du plötzlich ein Ferkel. Deine Haare müssen ordentlich gekämmt sein, die Klamotten farblich aufeinander abgestimmt und perfekt gebügelt sein. Was ein Quatsch. Versteht mich nicht falsch, Körperhygiene ist wichtig und auch notwendig, aber jeder sollte doch noch so aus dem Haus gehen können, dass er sich wohl fühlt und nicht um den Erwartungen Anderer zu entsprechen.

Auch Schule ist wichtig, aber ich habe die feste Überzeugung dass 60 % von dem was wir dort lernen, durch andere Fächer ausgetauscht werden sollte. Die Fächer "Empathie", bis "Landwirtschaft", über "Meditation", "Selbstliebe" und "wie gehe ich mit Gefühlen richtig um" wären meiner Meinung nach ein riesiger Schritt nach vorn.

Unsere Kinder sollten lernen, sich selbst zu lieben, dass Gefühle gefühlt werden wollen, wie man täglich Dankbarkeit praktiziert, wie man sich sein Essen selbst anbauen kann, was Nächstenliebe bedeutet, wie man mit Angst umgeht, dass wir alle Eins sind, wie faszinierend die Natur ist, was Teilen bedeutet und vieles mehr. Was wäre die Welt für ein wundervoller Ort. 

Stattdessen wird den Kindern beigebracht wie man Kriege führt, dass alles selbstverständlich ist und jeder besser nur an sich denken sollte und dass man nicht dazu gehört, wenn man anders ist.

Als Jugendlicher kämpft man dann um die Gunst der cooleren Kids und macht sich dabei erstmal richtig schön zum Löffel. Die Erwachsenen kommen mit der plötzlichen Veränderung ihrer Sprößlinge nicht zurecht und es entstehen sinnlose Meinungsverschiedenheiten, Streit, Wut und Ablehnung. 

Hat man dann den Erwachsenenstatus erreicht wächst der Druck weiter. Man soll Leistung bringen, mit einem bestimmten Alter bestimmte Dinge erreicht und erworben haben, sonst hat man sein Leben nicht im Griff.

Was bleibt ist oft ein Leben, dass man gar nicht wollte, nicht zu einem passt, was sich andere für dich vorgestellt haben, was den Schein wahrt und obendrein noch unglücklich und krank macht. 

Als letztes liegt man auf seinem Sterbebett und merkt wie unwichtig und absurd dieses ganze Schauspiel eigentlich war.

Und man bereut es, nicht wirklich so gelebt zu haben wie man es selber wollte.

Erkennst du Dich wieder? 

Willst du etwas ändern?

Hast du deine eigenen Vorstellungen und Wünsche?

Möchtest du DEINEN Weg gehen und nicht den der Anderen?

Dann mach kleine Schritte. 

Einen nach dem Anderen und Du durchbrichst die Endlosschleife.

 

Der erste Schritt ist die Selbstliebe.

Ihr seit der Mensch mit dem Ihr euer komplettes Leben verbringt. 

Wer möchte denn permanent mit jemandem zusammen sein, den man nicht mag. 

Nur wer sich selbst lieben kann, ist auch fähig andere zu lieben. 

 

Der zweite Schritt ist Dankbarkeit.

Seit dankbar für eure Gesundheit, für die Menschen die Ihr liebt, für alles was ihr besitzt, für alle Erfahrungen die Ihr machen dürft, für die Zeit die Euch geschenkt wird, für die schönen Dinge und Erinnerungen die Ihr täglich erschafft und erfahren könnt.

 

Der dritte Schritt ist Achtsamkeit.

Fühlt den Wind auf Eurer Haut, den Boden unter Euren Füssen, die Wärme der Morgensonne, schaut Euch um und nehmt die kleinen Dinge dieser Welt wahr. Das Lachen eines Kindes, das Rauschen des Meeres, die Ameisen die eifrig hin und her rennen, oder genießt bewusst ein leckeres Essen.

 

Der vierte Schritt ist Akzeptanz

Nichts ist befreiender als Akzeptanz. Wenn einem bewusst wird, dass man manche Dinge einfach so hinnehmen muss, weil man sie sowieso nicht ändern kann, entspannen sie sich sofort und man wird augenblicklich ruhiger und gelassener.  Und obendrein ist dieser Zustand auch extrem förderlich für die Gesundheit. 

 

Der fünfte Schritt ist Mut.

Damit ist nicht gemeint, von einer Klippe zu springen oder dergleichen. Mutig ist, wer für sich und andere einstehen kann.

Mut ist auch mal über sich hinauszuwachsen und seinen Weg zu gehen, auch wenn es schwierig wird, sich auch mal Fehler einzugestehen und daran zu wachsen.

Mut ist wider den Erwartungen der Anderen zu handeln und zu leben. 

 

 

Der sechste Schritt ist Mitgefühl.

Nicht jeder ist stark, gesund, fit oder alt genug um in unserer Welt klar zukommen. Und alle haben wir, jeder für sich, eine Geschichte. Wenn Ihr einen fremden, Menschen auf der Straße seht, habt ihr meistens aufgrund seines Aussehens oder seines Verhaltens, sehr schnell ein Urteil über ihn gefällt und ihn, wenn auch unbewusst in eine Eurer Schubladen gesteckt. Das alles ohne auch nur das geringste über diesen Menschen zu wissen. Auch ich mache das leider hin und wieder, dann erinnere ich mich daran, dass ich seine Geschichte ja gar nicht kenne und lasse mein Urteil demütig fallen. Wie wir jemanden wahrnehmen ist für jeden von uns völlig verschieden und bevor man nicht weiss was ein Mensch erlebt hat, sollte man auch nicht urteilen, sondern wenigstens versuchen ihn zu verstehen. 

 

Der siebte, letzte und wichtigste Schritt ist LIEBE!

Liebe ist Alles!

Die Liebe macht das Leben aus! Man kann auf soviel verschiedene Arten lieben. 

Sie trocknet Tränen, fühlt sich grandios an und besiegt jedes Übel.

Also liebt Euch selbst, liebt Euer Leben, liebt die Natur, liebt die Menschen, die Tiere und alles was ist. 

 

Es sind die scheinbar kleinen Dinge die Deine, aber auch die gesamte Welt verändern können. Du hast es selbst in der Hand, aus unseren Planeten wieder einen Ort zu machen an dem man gerne und frei leben will. 

Und mit ein wenig Übung und Willenskraft können wir alle unser Leben in Frieden, Glück, Gesundheit und mit viel Liebe leben, denn das ist mein Wunsch für Dich, für mich und für alle Lebewesen.

 

 

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen