Kopfsache!
Habt ihr schonmal an etwas so sehr geglaubt dass es passiert ist? Ich denke das kann jeder Mensch von sich behaupten.
Wir leben ja auch in einem Universum in dem das Gesetz der Resonanz gilt. Unsere Gedanken bestimmen unser Verhalten und unser Verhalten führt zu bestimmten Ereignissen.
Heute möchte ich Euch von der Macht der Gedanken und gesagten Worte erzählen.
Nachdem ich meine nicht ganz so tolle Diagnose erhielt, war ich zunächst nicht so niedergeschmettert wie man vielleicht annehmen könnte. Ich bin ein sehr positiv eingestellter Mensch und habe bereits unzählige Kämpfe in meinem Leben ausgefechtet. Dennoch war dieses ganze Krebs- und Endometriosethema Neuland für mich. Ich hatte vorher weder was von Nierenfisteln noch von den unterschiedlichen Behandlungsmethoden bei Krebs gehört, bzw. mich wirklich damit befasst.
Hinzu kam, dass die verschiedenen Medikamente und wie ich heute weiss, auch meine Gedanken dazu führten, dass ich eigentlich permanent am erbrechen war, was wirklich gar nicht gut für meine Genesung sein sollte.
Ich erhielt eine Antihormonbehandlung, die Nierenfisteln machten mir das Leben zusätzlich schwer und die Tatsache dass mir gesagt wurde, dass meine Tabletten eine Art Chemotherapie sind, machte meine Lage nicht angenehmer. Was denkt denn ein Aussenstehender über die Chemo? Richtig, man muss sich übergeben und fühlt sich im allgemeinen eher schwach, die Haare fallen aus und man überlebt vielleicht gar nicht.
Das brannte sich so in meinen Kopf, dass ich wochenlang nur eine innige Beziehung mit meinen Brechbeuteln pflegte. Die Angst meine Brust zu verlieren, geisterte auch noch in meinem Hinterkopf herum, da man mir im KH nur sagte, da müsse man erstmal schauen. Nachdem ich mich in dem Krankenhaus hier vor Ort einfach nicht mehr wohl fühlte und auch die Aufklärung durch die Mediziner nicht wirklich aufschlussreich war, entschied ich mich in die Uniklinik Erlangen zu wechseln.
Es sollte die beste Entscheidung sein, die ich treffen konnte. Dort stellte ich mich mit meinem bereits sehr vollem Krankenordner vor. Mit großen Augen und Kopfschütteln studierte die Äztin meine Akte. Und dann kam mein Moment der Erleuchtung. Zum ersten Mal nach vier Monaten, wurde ich komplett über meine Krankheit, die Medikamente und die Gründe für gewisse Vorgehensweisen aufgeklärt.
Und ich erfuhr folgendes:
- metastisierter Brustkrebs ist unheilbar. Das wurde mir in dem Krankenhaus davor nie gesagt.
- eine OP oder Chemotherapie sind in meinem Fall sinnlos, da der Krebs ja unheilbar ist
- Meine Therapie ist eine Antihormontherapie, da der Krebs hormonell bedingt ist
- die Tabletten die ich nehme sind zu hoch dosiert, was bei mir Anämie zur Folge hatte
- die Therapie soll den Tumor daran hindern weiter zu streuen und die Metastasen im Zaum halten
- es ist KEINE Chemotherapie
- die Therapie ist unter anderem dazu da, meine Lebensqualität trotz tödlicher Krankheit so gut wie möglich aufrecht zu erhalten
Damit konnte ich doch arbeiten. Mit einem Lächeln im Gesicht und um etliches schlauer, verliess ich erstmal die Uniklinik.
Ich musste erst jeden Monat einmal dorthin, mittlerweile alle drei Monate. Seit diesem Tag ging es mir wesentlich besser, mein Körper nahm die Behandlung an, Brechbeutel wurden nicht mehr gebraucht und mein Blutpegel ist seitdem stabil. Und alles nur, weil ich vernünftig aufgeklärt wurde und mein Denken dadurch eine völlig neue Richtung einschlug.
Der Tumor ist um einiges geschrumpft, die Metastasen wachsen auch nicht weiter und ich hab wieder gut an Gewicht zugelegt.
Die Nierenfisteln und die Harnleiterschiene sind seitdem auch Geschichte und ich bin mittlerweile soweit fit, dass ich ein normales Leben führen kann, denn ich mache mir jeden Tag bewusst, dass meine Zeit in diesem Leben begrenzt ist und ich nicht gekämpft habe um jetzt ans Bett gefesselt zu sein.
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